Ziele und Aktionsfelder im LIK 2006
Die Ziele des LIK 2006 sind als strategische Leitlinien formuliert und beziehen sich auf die folgenden sechs Aktionsfelder: Hauptstadtregion, Profilierung in innovativen Branchen, Innovative Unternehmensgründungen, Innovationsorientierte Ansiedlungsstrategie, Technologietransfer und Innovative Finanzierungsinstrumente.
Hauptstadtregion:
Um die wirtschaftliche Entwicklung in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg noch stärker voranzutreiben, bündeln die Länder Berlin und Brandenburg ihre Kräfte für eine partnerschaftliche Innovationspolitik. Ziel ist unter anderem der Auf- und Ausbau länderübergreifender Netzwerke in gemeinsamen Branchenkompetenzfeldern, den sogenannten „Zukunftsfeldern“.
Profilierung in innovativen Branchen:
Mit der Neuausrichtung der Brandenburger Wirtschaftförderung geht auch eine Konzentration auf Branchenkompetenzfelder einher. Diese wird in der Innovationspolitik aufgegriffen. Entsprechend der Neuausrichtung der Wirtschaftförderung steht dabei der Bestand im Vordergrund. Deshalb werden insbesondere Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskapazitäten ausgebaut, die sich in der Vergangenheit in den Unternehmen des Landes entwickelt haben.
Technologietransfer:
Vor dem Hintergrund des breiten und leistungsstarken Wissenschafts- und Forschungspotenzials in der Region wird dem Ausbau und der Weiterentwicklung des nachfrageorientierten Technologietransfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft besondere Bedeutung beigemessen. Dabei soll der Technologietransfer von der Neuausrichtung der Brandenburger Wirtschaftsförderung profitieren. Als wichtige Knotenpunkte der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung sollen in den festgelegten Branchen-Kompetenzfeldern Netzwerke aufgebaut werden. Die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sollen in diese Netzwerke eingebunden werden. Die Technologietransferstellen an Branchennetzwerken, Hochschulen und regionalen Wachstumskernen sollen künftig die Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bilden.
Innovative Unternehmensgründungen:
Aus den brandenburgischen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen heraus sollen noch mehr technologie- und innovationsorientierte Unternehmen gegründet werden. Um Gründungen solcher Unternehmen zu erleichtern, sollen die Rahmenbedingungen verbessert werden.
Innovationsorientierte Ansiedlungsstrategie:
Die Akquisition von Investoren soll durch die Innovationspolitik noch stärker unterstützt werden, da die FuE-Kapazitäten eines Standortes nehmen im Standortwettbewerb einen steigenden Stellenwert einnehmen. Neben dem Ausbau der FuE-Bereiche in vorhandenen Unternehmen sollen innovative Wertschöpfungsketten und Zulieferbeziehungen aufgebaut werden.
Innovative Finanzierungsinstrumente:
Die Finanzierungsinstrumente zur Unterstützung von Technologievorhaben werden bedarfsorientiert weiterentwickelt. So wird die Umstellung der direkten Zuschussförderung auf eine Mischung aus Zuschüssen, Darlehen und Beteiligungen angestrebt. Außerdem soll der Einsatz privaten Kapitals stärker stimuliert werden, das in den vergangenen Jahren eine starke Zurückhaltung im FuE-Risikobereich gezeigt hat.