Gemeinsame Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg
Die Länder Berlin und Brandenburg entwickeln eine gemeinsame Innovationsstrategie.
Ziel ist es, damit die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Hauptstadtregion insbesondere in wissensbasierten Bereichen zu bündeln, weiter voranzutreiben und die gemeinsamen innovativen Branchenbereiche als "Zukunftsfelder" zu nachhaltig wachsenden, international wettbewerbsfähigen Wissenschafts- und Wirtschaftsclustern weiterzuentwickeln. Durch diese länderübergreifende innovationspolitische Initiative soll die deutsche Hauptstadtregion für Ansiedlungen und Neugründungen noch attraktiver werden sowie als europäische Innovationsregion im internationalen Wettbewerb gestärkt werden.
Die gemeinsame Innovationsstrategie basiert auf den Innovationsstrategien beider Länder - dem Landesinnovationskonzept Brandenburg und der kohärenten Innovationsstrategie des Landes Berlin. Bereits in diesen Länderstrategien spielt die Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Nachbarland eine wichtige Rolle. Der Nutzen eines gemeinsamen Vorgehens liegt auf der Hand: so kann der Aufbau von Doppelstrukturen vermieden werden, können wichtige Projekte und Aktionen von beiden Ländern - und damit quasi doppelt - unterstützt werden.
Berlin und Brandenburg haben im Bereich Technologie und Innovation in mehreren Feldern nahezu identische Schwerpunkte. Diese bilden als "Zukunftsfelder" den Kern der gemeinsamen Innovationsstrategie. Die fünf gemeinsamen Zukunftsfelder sind die Bereiche: Biotechnologie/Medizintechnik/Pharma, Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie/Medien, Optik und Verkehrssystemtechnik.
In diesen Bereichen arbeiten schon heute viele Berliner und Brandenburger Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen erfolgreich zusammen. Durch eine verstärkte Kooperation in den Zukunftsfeldern - also in länderübergreifenden Netzwerken, Verbünden und Clustern - kann das hohe Innovationspotential der Hauptstdtrageion noch besser genutzt und und in Anwendung gebracht werden.
Neben den fünf Zukunftsfeldern, die den branchenbezogen, sektoralen Teil der gemeinsame Innovationsstrategie bilden, wurden vier "Querschnittsthemen" definiert, welche die horizontalen Komponenten der Strategie bilden und die Zukunftsfelder durch die übergreifenden Themen: Innovationsfinanzierung, Fachkräftesicherung und Technologietransfer ergänzen.
Die Entwicklung und Umsetzung der gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg wurde am 05.12.2007 von Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns und dem Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf in einem Spitzengespräch in Berlin beschlossen. Die ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH und die Technologiestiftung Innovationagentur Berlin GmbH wurden von den beiden Wirtschaftsverwaltungen der Länder mit der Umsetzung der gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg beauftragt und unterzeichneten dazu eine Kooperationsvereinbarung.
Im Rahmen der Entwicklung und Umsetzung der gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg haben sich in 2008 verschiedene interdisziplinäre Arbeitsgruppen mit Vetretern aus beiden Ländern gegründet, welche die Arbeit in den Zukunftsfeldern und zu den Querschnittsthemen steuern und umsetzen. Auf dem jährlich stattfindenden Innovationsgipfel der Länder Berlin und Brandenburg werden die Inhalte, Fortschritte und Umsetzung der gemeinsamen Innovationsstrategie Berlin-Brandenburg vorgestellt und diskutiert.